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Kirche

Unsere Kirche ist eine von nur vier Kirchen in der Diözese, die auf den Namen „Christkönig“ geweiht wurden (im Vergleich gibt es ca. 90 St. Martin-Kirchen).
Christkönigdarstellungen, der siegreiche Christus am Kreuz, kennen wir seit der Romanik, doch Kirchen mit diesem Titel sind selten. Der Grund: Ein „Christkönigsfest“ wurde in der Kirche erst 1925 eingeführt. Dementsprechend befinden sich Christkönigkirchen meistens am Rand der Städte, dort, wo nach 1925 neue Siedlungen und Pfarreien entstanden sind und nie in den Zentren.
Baugeschichtlich und liturgiegeschichtlich hat es sich so ergeben, dass auch unsere Pfarrei am Rande von Augsburg liegt. Das ist aber auch sehr passend für Jesus, den wir als König feiern. Jesus hat sich selbst nie in die Mitte gedrängt, er suchte im Leben weder die Aufmerksamkeit der Massen, noch Glanz und Macht. Ihm geht es allein um den liebenden Dienst an den Menschen am Rande. Ihnen ist er nachgegangen, ihnen wollte er ihre Würde zeigen und stets neu schenken. Zu ihnen wusste er sich vor allem gesandt.

 

Der frühere Bischof von Aachen, Klaus Hemmerle, schrieb 1975:
„Genauer besehen, sind alle Christen „Randchristen", ist die ganze Kirche „Randkirche“ – denn gemessen an dem, der ihre Mitte ist, wird jeder erkennen, dass er „am Rande“ ist, und gemessen daran, dass der Herr als die lebendige Mitte sich selber an den äußersten Rand gewagt hat, indem er die Sünder annahm und die Sünde auf sich nahm, wird sich keiner der „Vollidentifizierten“ dieses Gehen an den Rand ersparen können.“

 

Das Christkönigsfest ist das jüngste der Christusfeste – es wurde 1925 eingeführt, nachdem König- und Kaiserreiche mit dem Ende des Ersten Weltkrieges untergegangen waren. Eine besondere Bedeutung gewann das Fest in den 1930er Jahren besonders für die katholische Jugend: Der Christkönigssonntag wurde zum Bekenntnissonntag; mit Feiern und Prozessionen setzten die jungen Christen ein Zeichen gegen die Nazi-Ideologie. Denn kein weltlicher Herrscher und keine Partei kann absolute – totalitäre – Macht beanspruchen. Christus ist der wahre Herrscher der Welt, der Heil und Wahrheit in die Welt bringt.
Wenn Jesus unser König ist, brauchen wir uns nur vor ihm zu beugen, aber vor niemandem sonst, vor keiner Macht der Welt. Als Königinnen und Könige können wir stolz und aufrecht durchs Leben gehen.
Wir können dankbar sein, dass in Jesus das Königtum Gottes heruntergekommen ist, herunter bis zu uns.

 

„Damit die Erde hafte am Himmel schlugen die Menschen Kirchtürme in ihn, kupferne Nägel, nicht aufzuwiegen mit Gold."
Reiner Kunze

 

Unsere Kirche mit ihrem markanten Kirchturm gehört zu unserem Stadtteil und macht deutlich, was der Dichter meint: Wir Menschen brauchen einen Halt am Himmel, damit wir nicht untergehen im Durcheinander dieser Welt.

 

Pascal Mercier schreibt in seinem Buch
„Nachtzug nach Lissabon“:

„Ich möchte nicht in einer Welt ohne Kirchen leben.
Ich brauche ihre Schönheit und Erhabenheit.
Ich brauche sie gegen die Gewöhnlichkeit der Welt.

Ich will mich einhüllen lassen von der herben Kühle der Kirchen.
Ich brauche ihr gebieterisches Schweigen.
Ich brauche es gegen das geistlose Gebrüll des Kasernenhofs und das geistreiche Geschwätz der Mitläufer.

Ich will die mächtigen Worte der Bibel hören.
Ich brauche sie gegen die Verwahrlosung der Sprache und die Diktatur der Parolen.

Eine Welt ohne diese Dinge, wäre eine Welt, in der ich nicht leben möchte. “

 

pck frei

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